Bild vom Vulcan Infotruck auf dem Landauer Marktplatz

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Interview – „Ohne das Team steht alles still!“

David, du leitest den Bohrplatz Schleidberg – kannst du dich kurz vorstellen? David Morgner: Ich bin 37 Jahre alt, geboren und aufgewachsen bin ich im niedersächsischen Delmenhorst, nahe der Hansestadt Bremen. Meine Karriere begann 2008 in der Erdgas- und Erdölindustrie, wo ich auch meine Ausbildung als Mechatroniker bei ExxonMobil bis 2011 abgeschlossen habe. Danach wechselte ich in den Workover-Bohrbetrieb, wo ich bis 2012 angelernt wurde. Ursprünglich hatte ich vor, nach meinem Abitur als Mechatroniker zu arbeiten und anschließend Petroleum Engineering zu studieren. Doch dann bot mir die Firma einen alternativen Weg zum Bohrmeister an, was mich sehr reizte. Schon während meiner Ausbildung hatte ich erste Einblicke in den Bohrbetrieb, und ExxonMobil suchte damals nach Nachwuchskräften. So begann ich 2012 die Bohrmeisterschule in Celle und erlangte 2014 den Technikerabschluss. Zwischen 2020 und 2022 arbeitete ich auf der russischen Halbinsel Sachalin im Bohrbetrieb, sowohl Onshore als auch Offshore. Im Juli 2024 kam ich schließlich zu Vercana. Hast du als Kind schon gerne im Sandkasten gebuddelt und gebohrt?  David Morgner: Als Kind hatte ich keine speziellen Bohrambitionen, obwohl ich aus einer Bergbaufamilie stamme. Mein Großvater lebte in Castrop-Rauxel und war Leiter einer Kohlezeche, während mein Vater unter Tage als Elektriker arbeitete – eine fast schon traditionelle Berufslinie im Ruhrpott (lacht). Später entschied sich mein Vater jedoch für einen anderen Weg und studierte Elektrotechnik. Obwohl ich also aus einer Bergbaufamilie komme, habe ich meinen eigenen Weg gewählt und mich nicht von den Berufen meines Vaters oder Großvaters beeinflussen lassen. Alles, was ich erreicht habe, habe ich mir selbst erarbeitet. Du hast erzählt, dass du eigentlich aus der Erdgas- und Ölbranche kommst. Was fasziniert dich persönlich an der Geothermie und warum hast du dich dazu entschieden in diesen Bereich zu wechseln? David Morgner: Das Projekt bei Vulcan ist äußerst spannend und passt perfekt in die heutige Zeit, insbesondere mit der Nutzung von Tiefengeothermie zur Wärmegewinnung für ganze Quartiere und die Industrie. Besonders interessant ist die Kombination mit der Lithiumgewinnung. Das Lionheart-Projekt, das mehrere Bohrplätze umfasst, ist ein einzigartiger Teil einer Feldentwicklung – so etwas habe ich in meiner Karriere noch nicht erlebt. Technisch gibt es wenig Unterschied zwischen der Bohrung von Erdgas- oder Erdölquellen und einer Geothermiebohrung. Der größte Unterschied liegt darin, dass man bei Geothermiebohrungen bewusst in geologische Störungszonen bohrt, da diese hohe Fließraten und Fließgeschwindigkeiten bieten. Bei Erdgas- und Erdölbohrungen vermeidet man solche Zonen. Insgesamt ist das Projekt sehr spannend, und ich hoffe, mich durch die Herausforderungen auch persönlich weiterentwickeln zu können. Erkläre mal in einfachen Worten, wie eine Bohrung aufgebaut ist.  David Morgner: Bohrungen sind teleskopartig aufgebaut. Die größten Durchmesser beginnen dabei im oberen Bereich der Bohrung. Wir starten mit 26 Zoll. Dies entspricht etwa 66 Zentimetern. Dann geht es weiter mit einer 17,5 Zoll-Sektion. Danach gehen wir auf 12 ¼ Zoll und enden bei 8,5 Zoll im Lagerstättenbereich. Dies ist der Bereich, in dem die Bohrung die geologischen Schichten erreicht, in denen die geothermische Energie gespeichert ist. Der teleskopartige Aufbau ist technisch sinnvoll, da die höchsten Drücke unten auftreten, was zu höheren Fließraten führt. Um diese Strömungsenergie auf dem Weg nach oben nicht zu verlieren, haben die Bohrlöcher unten den kleinsten Durchmesser. Ein weiterer Vorteil des teleskopartigen Aufbaus ist die Stabilität des Bohrlochs, sodass es nicht kollabiert und es mehrere Barrieren bis zur Erdoberfläche gibt. Welche Sicherheitsmaßnahmen ergreift ihr beim Bohren, um die Umwelt zu schützen?  David Morgner: Eine Bohranlage ist ein komplexes System mit zwei Hauptsicherungen: der primären und der sekundären Bohrlochsicherung. Die primäre Sicherung nutzt die Bohrspülung, um einen hydrostatischen Gegendruck zu erzeugen, der das Bohrloch stabilisiert und ein Zusammenfallen verhindert. Die sekundäre Sicherung erfolgt durch einen sogenannten Blowout Preventer (BOP), der bei Druckanstiegen das Bohrloch schließt und so unkontrollierte Austritte von Gas oder Flüssigkeit verhindert. Zur Absicherung der grundwasserführenden Schichten setzen wir bis 150 Meter Tiefe eine Standrohrtour ein. Unsere erste Rohrtour hat einen Durchmesser von 20 Zoll. Sie wird auch Ankerrohrtour genannt. Auf ihr wird das sogenannte Wellhead installiert, welches entscheidend ist für die Absicherung der Bohrung während der Bohr- und Produktionsphase. Du trägst eine Menge Verantwortung. Was gefällt dir am Job als Bohrmeister?  David Morgner: Die täglichen Herausforderungen sind das, was den Job so spannend macht. Es gibt keine feste Routine, weil das Bohrloch die Aufgaben vorgibt. Natürlich kann man die Planung mit den richtigen Daten und Vergleichsbohrungen optimieren, aber selbst bei bester Vorbereitung gibt es immer unerwartete Herausforderungen. Genau das macht die Arbeit so abwechslungsreich und interessant. Man ist sowohl körperlich als auch geistig ständig gefordert. Das ist es, was diesen Job wirklich einzigartig macht. Wie wichtig ist Teamarbeit in deinem Job? David Morgner: Die Zusammenarbeit im Team ist entscheidend – ohne sie geht es nicht. Man arbeitet eng mit Fluid Engineers, Wellsite Engineers, den Toolpushern, Drillern sowie anderen Experten zusammen. Jeder ist ein wichtiger Bestandteil des großen Ganzen, wie ein Zahnrad in einem Uhrwerk. Wenn eine Komponente ausfällt, steht alles still. Deshalb ist Teamarbeit unerlässlich. Es geht nicht nur um den Oberbohrmeister, sondern darum, dass das gesamte Team gut funktioniert. Abgesehen von der Arbeit am Bohrplatz – magst du uns erzählen, was du in deiner Freizeit machst, um dich zu erholen und neue Energie zu tanken? David Morgner: „Ich bin schon seit meiner Kindheit ein absoluter Bergfan. Obwohl ich ursprünglich aus dem Flachland komme, habe ich mit drei Jahren das Skifahren gelernt – darauf bin ich sehr stolz (lacht). Heute lebe ich in den schönen Bergen und genieße die Natur in vollen Zügen. Im Winter bin ich oft auf der Skipiste, im Sommer fahre ich gerne Mountainbike und nehme sogar an Rennen teil. Außerdem bin ich viel in der Natur unterwegs und wandere gerne. Herzlichen Dank, dass du dir Zeit für das Gespräch genommen hast! 
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750 Jahre Stadtrechte Landau – Vulcan gratuliert als Partner und sponsort zahlreiche Events im Jubiläumsjahr

Vor 750 Jahren, im Jahr 1274, verlieh König Rudolf I. von Habsburg der Stadt Landau in der Pfalz die Stadtrechte. Dieses bedeutende Jubiläum wird in diesem Jahr von den Landauern sowie den Bürgern der umliegenden Regionen mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert. Auch Vulcan reiht sich in die Riege der Gratulanten ein und unterstützt zahlreiche Events im Jubiläumsjahr. So präsentierte sich das Unternehmen  als einer der Sponsoren des Bréal-Marathons, der am 3. Oktober zum ersten Mal in der Landauer Stadtgeschichte stattfand. Angemeldet hatten sich knapp 3.000 Laufbegeisterte für den Marathon, den Halbmarathon, den Ekiden Marathon Staffellauf sowie die anderen Wettbewerbe. Als Kooperationspartner der Stadt sponsorte Vulcan auch einige der Preise u.a. bei dem Ekiden Marathon. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Dominik Geißler wurden diese von Vulcan-Geschäftsführer Thorsten Weimann und Jörg Zeilinger, Direktor Projektentwicklung, an die Sportler übergeben. „Wir fühlen uns der Region sehr verbunden“, so Thorsten Weimann, „Und diese Verbundenheit wollen wir als Partner von verschiedenen Veranstaltungen auch zum Ausdruck bringen, denn wir wollen mit und für die Menschen Zukunft gestalten.“   Engagiert für Landau Bereits im Sommer hat sich Vulcan als Partner für das größte Public Viewing in ganz Rheinland-Pfalz engagiert, das vom 14. Juni bis zum 14. Juli auf dem Neuen Messplatz tausende Fußballbegeisterte angelockt hat. Ebenfalls im Juni unterstützte Vulcan eines der bekanntesten und beliebtesten Sportevents des Jahres: das Stabhochsprung-Meeting, bei dem es jedes Jahr mit den besten Stabhochspringern der Welt in Landau hoch hinaus geht. Und Ende September präsentierte sich Vulcan als Sponsoring-Partner in der ausverkauften Landauer Jugendstil-Festhalle. Knapp 1.000 Besucher kamen, um den Pfälzer Mundartkünstler Gringo Mayer zu sehen und zu hören.
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Deutsch-französischer Kongress auch am Geothermiekraftwerk Natürlich Insheim

Der 68. Jahreskongress der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa (VDFG-FAFA), der in diesem Jahr unter dem Motto „Zivilgesellschaft. Engagiert. Grenzenlos.“ stand, fand Anfang Oktober in Landau statt.  Im Rahmen des Kongresses besuchten zahlreiche Teilnehmer, darunter auch Professor. Dr. Hannes Kopf, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd und der Präsident der Communauté de Communes de L’Outre Forêt  Paul Heintz, unser Geothermiekraftwerk Natürlich Insheim. Sie ließen sich von Firmengründer Dr. Horst Kreuter unser Projektvorhaben ausführlich erläutern und sich durch die Anlage führen. “Die Besichtigung des Geothermieprojektes in Insheim und die dort gehörten Vorträge zeigten uns wie es am Oberrheingraben möglich ist, grenzenlos innovative und nachhaltige Projekte zu entwickeln und damit auf Basis natürlicher Ressourcen  einem sowohl für Bürger als auch Wirtschaft fruchtbaren Beitrag zur Klimawende zu leisten “, fasste Dr. Claus-Michael Allmendinger, Vizepräsident der VDFG für Europa e.V., den Besuch am Geothermiekraftwerk zusammen. Es wurde also deutlich, dass auch für unsere französischen Nachbarn die Fragen der geothermischen Energiegewinnung und -nutzung sowie der Lithiumgewinnung aus Thermalwässern von großer Bedeutung sind. Die enge Kooperation zwischen Frankreich und Deutschland wird auch zukünftig relevant sein. Eröffnet wurde der unter anderem vom Auswärtigen Amt, dem Deutsch-Französischen Bürgerfonds und Vulcan geförderte Kongress bereits am 4. Oktober in der Landauer Jugendstil-Festhalle von den beiden Verbandspräsidenten auf deutscher und französischer Seite Jochen Hake und Jean-Michel Prats. Zur Eröffnung des Kongresses war der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer vor Ort. Auch Landaus Oberbürgermeister Dr. Dominik Geißler sowie der neue Generalkonsul Frankreichs in Frankfurt/Main Nicolas Bergeret, kamen anlässlich des Kongresses in die Festhalle.
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GRE-GEO-Workshops auf der Celle Drilling: Projektziele erfolgreich präsentiert

Die GRE-GEO-Workshopreihe, die am 18. September auf der Celle Drilling 2024 stattfand, war ein voller Erfolg. Unter der Leitung von Javier Holzmann von der TU Clausthal kamen rund 40 Teilnehmer zusammen, um die Ergebnisse und Fortschritte des GRE-GEO-Projekts zu diskutieren. Die Workshops bildeten den Abschluss des Veranstaltungsprogramms der Celle Drilling und zählten zu den Höhepunkten der Konferenz. In insgesamt vier Sessions wurden unterschiedliche Themen rund um den Vergleich von glasfaserverstärktes Epoxid (GRE) und Stahl in Geothermieanwendungen behandelt. Zusätzlich zu den Workshops präsentierte der Projektpartner Future Pipe Industries das Projekt an einem eigenen GRE-GEO-Stand. Im ersten Workshop gab Ferid Seyidov (Vulcan Energy) einen umfassenden Überblick über die Entstehung, die Ziele und die Partner des GRE-GEO-Projekts. Er stellte das neu entwickelte GRE-Bohrlochdesign sowie das speziell angefertigte GRE-Handling-Tool von Drilltec vor. Darüber hinaus erläuterte Seyidov die HAZID-Analyse (Hazard Identification), die speziell für faserverstärkte thermoplastische Rohre (FRTP) entwickelt wurde, und zeigte deren Bedeutung für verschiedene Projektaspekte wie Verschleißfestigkeit. Zum Abschluss ging er auf neue Tools ein, die eigens für die Test- und Designanforderungen des Projekts entwickelt wurden.   Stefan van der Sar (NRG) widmete sich anschließend dem Vergleich von Stahl- und GRE-basierten Geothermiesystemen in Bezug auf konventionelle und radioaktive Ablagerungen. Er wies darauf hin, dass die Ablagerungen auf GRE drei- bis zehnmal geringer haften als auf Stahl, was hauptsächlich an der geringeren Härte des GRE-Materials liegt. Diese Erkenntnis wurde in ein im Projekt entwickeltes Modell integriert, welches das gesamte geothermische Leitungssystem berücksichtigt. Durch diesen Ansatz ist der Gesamtnutzen von GRE bezüglich der Ablagerungsraten zwar etwas geringer, aber dennoch signifikant. Bei der Radioaktivitätskonzentration (Becquerel pro Gramm Ablagerung) gibt es keinen Unterschied zwischen Stahl- und GRE-basierten Brunnen, jedoch baut sich die Gesamtradioaktivität (Becquerel) bei GRE langsamer auf.   Leo de Mul (Dynaflow) präsentierte die mechanischen Eigenschaften von GRE-Rohren unter Oberflächen- und Untertagebedingungen und stellte die Unterschiede zwischen GRE und Stahl im Hinblick auf die Tragfähigkeit, das zeitabhängige Materialverhalten und die Methoden zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit vor. Ein zentrales Ergebnis war die Entwicklung einer empirisch-analytischen Vorhersagekurve für den Kollapsdruck in Abhängigkeit von der Rohrwandstärke (D/t-Verhältnis), die als Grundlage für zukünftige Forschung und Weiterentwicklungen in Untertageanwendungen dienen soll.   Javier Holzmann (TU Clausthal) zeigte auf, wie traditionelle Stahlstandards als Grundlage für neue GRE-Standards dienen können, mit einem besonderen Fokus auf die API 5CT/5C3- und API 5C5-Qualifikationstests für Rohre und Verbindungen. Er erklärte, wie Erfahrungen aus ISO 14692 für Verbundrohre mit API-Standards kombiniert werden können, um das Design von Laminaten und Verbindungen für geothermische Anwendungen zu verbessern. Holzmann schlug eine Methode vor, um die Lücke zwischen diesen Standards zu schließen und die Akzeptanz von GRE-Materialien in geothermischen Anwendungen zu erhöhen. Seine Präsentation endete mit einem Ausblick auf ein zentrales Projektziel, welches das GRE-GEO-Team derzeit finalisiert: eine Richtlinie für das Design und die Qualifikation von Verbundrohren für Geothermiebohrungen mit geringer Enthalpie, die speziell auf neue Einsatzbedingungen abgestimmt ist.   Da das vom GEOTHERMICA-Programm geförderte GRE-GEO-Projekt sich dem Ende zuneigt, hat diese Workshopreihe die bedeutenden Fortschritte und Beiträge des Projekts zur Weiterentwicklung der Geothermietechnologie erfolgreich präsentiert. In Kürze werden die Präsentationsmaterialien auf der Projekt-Website zum Download bereitgestellt.   Wir danken allen Teilnehmern und Besuchern herzlich für ihre aktive Mitwirkung und ihren Beitrag zu dieser erfolgreichen Veranstaltung.

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